ehemalige Solarfabrik der Arise Technologies Corps


 

 

 

Dies ist ein Versuch die Geschichte des Geländes"Waldeck" aufzuschreiben. Es beinhaltet auch die militärische Nutzung des Taucherwaldes in den 80/90iger Jahren

 


 


1826


Bau des Gasthauses „Goldener Löwe“

11. November 1866

das 3. Bataillon der „Infanterie-Brigade Kronprinz“ mit seinem Brigadestab unter dem Kommando von Oberst Nehrhoff von Holderberg wurde formiert und in den Bürgerhäusern der Stadt einquartiert
(SZ, 13./14. April 2013 "Wie Bischofswerda zu einer Kaserne kam" von Eberhard Schmitt )


März 1867

In einer Stadtratssitzung wurde
ein von zahlreichen Bürgern unterzeichnetesSchreiben vorgelegt, auf dessen Grundlage die Stadt in Dresden um die Verlegung militärischer Einheiten ersuchte.
(SZ, 6./7. April 2013 "Wie Bischofswerda zu einer Kaserne kam" von Eberhard Schmitt)


9. September 1867

das ganze Regiment unter dem Kommando von Oberst Rochtitzky kam zur Parade vor dem dazuangereisten Kronprinzen Albert von Sachsen nach Bischofswerda. Paradiert wurde auf dem ehemaligen Exerzierplatz zwischen dem „Goldenen Löwen“ und der Straße nach Geißmannsdorf.
(SZ, 13./14. April 2013 "Wie Bischofswerda zu einer Kaserne kam" von Eberhard Schmitt)

14. Mai 1902           

Fertigstellung Eisenbahnstrecke Bischofswerda- Kamenz

31. März 1913         

erschien "Extrablatt" des "Sächsischen Erzählers" - der damaligen Bischofswerdaer Tageszeitung - die Nachricht, dass Bischofswerda Garnisonsstadt wird

April 1913               

Baubeginn von einem dreiflügeligem Mannschaftsgebäude, zwei Remisen, Stallanlagen, ein Familienwohnhaus und einer Reithalle

1. Oktober 1913         

zog das Sächsische Trainbatallion Nummer zwölf in das zum Ausweichquartier erklärte Gasthaus "Zum Löwen"

Oktober 1914           

Fertigstellung Kaserne Bischofswerda

1914 – 1918         

Kriegsgefangenenlager für französische, englische und  russische Offiziere

1918 – 1921            

Leerstand der Kaserne

1921

Umbau zu Wohnzwecken, es entstand Wohnraum für ca. 79 Familien, Ansiedlung der Druck- und Durchschreibfabrik E. H. Petzold im ehemaligen Wagenhaus, es gab einige Händler: „Essig Richter“, 2 Kolonialwarenläden von Max Göhler und Ehepaar Klahre, „Milch-Wolf“, eine Poststelle, Bushaltestelle am „Goldenen Löwen“ der Strecke Bautzen – Dresden und eine Jugendherberge in der ehemaligen Beschlagschmiede

1929 – 1931            

Nutzung eines Teiles der Reithalle durch den Segelflugverein, laut Zeichnung vom 25. April 1931 (Stadtarchiv Nr.6) war auch die Feuerwehrleiter hier untergebracht

5. Juli 1931            

1. Volksflugtag in Bischofswerda, Überflug des Luftschiffes „Graf Zeppelin“
(„Sächsischer Erzähler“ vom 6. Juli 1931)

1932 

Umzug der Jugendherberge in den Schwerkrankenstall Nutzung der Beschlagschmiede durch die Firma E. H. Petzold als Bürohaus

1935

Versuch der Stadt Bischofswerda nochmals Garnisonsstadt zu werden, Bau der Putzkauer Straße 26-42 und 43-61, ein neues Zuhause für die „Waldecker“ - erbaut wurden die Häuser von der Sächs. Landessiedlungsgesellschaft

1937

es zogen viele „Waldecker“ in die neuen Häuser auf der Putzkauer Straße, die Firma E. H. Petzold errichtete ihr neues Fabrikgebäude an der Neustädter Straße

1938

begann die Abkoppelung der Löwenkurve und der Ausbau der kürzeren Verbindung zur Straße in Richtung Kynitzsch, Bau einer neuen Zufahrtsstraße am Westgiebel des Hauptgebäudes mündend
(13.05.2004, SZ, Die Entschärfung der "Haarnadel" von Eberhard Schmitt)

1939

die letzten „Waldecker“ zogen aus, das Luftgaukommando zieht in die Kaserne ein und nutzte die Gebäude zur Ausbildung für Funker der Luftabwehr.

19. März 1939         

„Tag der Wehrmacht“, nach der Angabe „Radaranlage“ durch einen Herrn Barchmann suche ich noch

17. Mai 1939           

mit einer schlichten Feier konnte das neue Straßenstück „Löwenberg“ (mit seinen 2 Brücken) für den Verkehr freigegeben werden.

1939 bis 14.11.1942

das Luftgau- Nachrichten-Regiment 4, Fliegerhorstkommandantur Dresden ist für die Kaserne zuständig

15.11.1942              

übernahm die Luftnachrichten-Ausbildungsabteilung für Luftnachrichtenhelferinnen Lg. Nachr. Regiment 3 die Kaserne, Ausbildung von junge Frauen zu Luftnachrichtenhelferinnen (Blitzmädel)  


Zu Beginn des zweiten Weltkrieges wurde auf dem Turm des Butterberges ein sogenannter Flugmeldedienst eingerichtet. Das militärische Personal, wohl überwiegend Luftwaffenhelferinnen, wohnte in der Bergbaude.
(Horst Gersdorf, SZ, 28.06.1994, "Der Butterberg gilt als Hausberg der Schiebocker")

Januar 1945             

Abzug der Ausbildungsabteilung der Nachrichtenhelferinnen, eine Luftnachrichten-Feldersatzabteilung zieht in die Kaserne ein

20. April           

wurden von deutschen Wehrmachtseinheiten Sprengungen an der Bahnbrücke Neustädter Straße und an Aussichtstürmen der Umgebung vorgenommen, vermutlich auch die Sprengung der Brücken am Löwenberg an diesem Tag - leider bis heute noch nicht belegt - die Luftnachrichten-Feldersatzabteilung lagen in Panzerabwehrlöchern links und rechts der Bautzener Straße in Höhe der Kaserne und auf der der Kaserne gegenüberliegenden Höhe (jetzt Feuerwehrtechn. Zentrum), eine andere Gruppe der Kaserne hatte den Befehl, die Straße von der Pohlaer Seite aus zu halten
(04.04.2003, SZ, „Und wieder einmal gibt es Krieg“ von Heidrun Schäfer)

21. April                   

es drangen Panzerspitzen des 7. Motorisierten Panzerkorps der 52. Sowjetischen Armee von Schmölln und Putzkau kommend und sich über die Bautzener Straße vorkämpfend in Bischofswerda ein, polnische Truppen rückten nach, Kampfhandlungen gab es an der Bautzener Straße
(04.04.2003, SZ, „Und wieder einmal gibt es Krieg“ von Heidrun Schäfer)

8. Mai                    

nach nochmaligen Kampfhandlungen an der östlichen Peripherie von Bischofswerda rücken Einheiten des 1. Polnischen Panzerkorps sowie Teile der 5. und 9. Infanteriedivision der 2. Polnischen Armee, befehligt von General Serschewski, mit Unterstützung der 389. Schützendivision der Roten Armee unter General Kolobowoi in die Stadt ein. Erster Stadtkommandant wurde Major Grigori Dmitrijewitsch Borisenko. (07.05.2005, SZ, „142 Familien obdachlos“ von Mathias Hüsni) Er kam mit der 389. Schützendivision der Roten Armee nach Bischofswerda.  An der Befreiung der Stadt nahm er nicht teil. In seiner Kartentasche lag dieser Befehl: "Mit der Einnahme der Stadt Bischofswerda sind Sie zu deren Militärkommandant ernannt."
(18.05.2004, SZ, "Meißner Porzellan für Schiebocker im Ehrenamt")

1945

In den Gebäuden werden Umsiedler untergebracht.Außerdem fanden in der Kaserne sowjetische Besatzungstruppen Quartier.


Andere Darstellung:
16.12.1994, SZ Sächsische Zeitung, „Hier gibt`s jede Menge an Arbeit“ von Jürgen Mickisch
„... 1945 diente er als Unterkunft für Umsiedler, und im Dezember 1947 zog schließlich die Besatzungsmacht ein...“

25. April 1947         

zweisprachige Zeichnungen der Kaserne werden angefertigt (laut Zeichnungen 77/2 , 84 aus dem Stadtarchiv)

Für die Zeit von 1945-1962 habe wir keine belegbaren Informationen über die in der Kaserne untergebrachten sowjetischen Einheiten gefunden. Lediglich von Panzertruppen ist die Rede.


1952 

Bau des neuen Haupteinganges mit Wachhaus an der B6

1956

Truppen des Warschauer Paktes
(19.09.2002,SZ, „Als Kaserne gebaut, aber auch zum Wohnen genutzt“ von Heidrun Schäfer)

1961 - 63                 

Rohrleitungsbataillon

1962-1981               

in der Garnison wird die 2. abgesonderte Raketenabteilung (пп 66513) der 23. Raketenbrigade (die Verwaltung und die 1. Abteilung - in Königsbrück, die 3. Abteilung - Meißen) disloziert. Die Ausrüstung: ОТR der Komplex 9К72 (zuerst auf ПУ 9П19, dann auf ПУ 9П117, (dazu 6 Raketen vomTyp SS-1B, SCUD-A). Am 25. Juni 1981 ist die Abteilung im Bestande von der Brigade in DalWo (Birobidschan, Region Chabarowsk) abgezogen worden.
3 Stück 9K72 Elbrus mit
6 Stück SS-1B, SCUD-A,
Quelle: ehem. Angeh. der 23.RBr

1982

Der Taucherwald wird vom sowjetischem Militär besetzt

1983

Erweiterung der Kaserne von 7,8 ha auf 16 ha

1981-1983               

in der Garnison werden zwei Teile der Truppen Chemiker disloziert: das abgesonderte Bataillon der Kerbe und der Untersuchung (пп 83265 - ist in Oktober 1981 aus Meißen in Form von der Kompanie der Kerbe angekommen, im Juni 1982 ist die Kompanie in б-н) und die Lagerhäuser des chemischen Eigentums entfaltet. Im Herbst 1983 Verlegung des Bataillons nach Riesa, die Lagerhäuser nach Karl Marx Stadt

22. November 1983

der Deutsche Bundestag beschließt in namentlicher Abstimmung den sogenannten NATO-Doppelbeschluss zu vollziehen und stimmte damit für  die Stationierung von 108 Pershing 2 Raketen in Baden-Württemberg     


April 1984


kam aus SakWo (Gombori in Georgien) die 1. selbstständige Raketenabteilung (Feldpostnummer 68257) der 119. Raketenbrigade (zuerst angekommen ist der Stab, die 2. und 3. Abteilungen wurden in Königsbrück disloziert).

Die Ausrüstung
- Operativ Taktischer Raketenkomplex
ОТR 9К76 "Temp - S",
(NATO-Code SS-12 Scaleboard) mit 8 Raketen und 8 Sprengköpfen vom Typ AA81 auf 5 Startrampen.

In der Garnison waren noch die Feldpostnummer "82431" (zuständig für "das Erzeugnis"= Kernköpfe), eine Pionierkompanie und die Wachkompanie. Der Stab kam im April und die Raketen kamen am 13. Mai nach Bischofswerda bzw. Taucherwald.

15. Mai 1984

In der Tagespresse wird eine "Mitteilung des Ministeriums für Verteidigung der UdSSR" veröffentlicht, wo darüber informiert wird, dass "als Antwortmaßnahme auf die Stationierung der amerikanischen Raketen"
(Pershing 2, Cruise Missile)
"auf dem Territorium westeuropäischer Länder auf dem Territorium der DDR eine zusätzliche Anzahl sowjetischer operativ-taktischer Raketenkomplexe größerer Reichweite stationiert" wird.


8. Dezember 1987


In Washington unterzeichnen US-Präsident Ronald Reagan und der Generalsekretär der KPdSU Michail Gorbatschow den INF-Vertrag.

Der amerikanische Senat ratifizierte den Vertrag am 27. Mai 1988, am 1. Juni trat er in Kraft. In dem Vertrag wurde festgelegt, dass beide Seiten weltweit sowohl ihre landgestützten Nuklearraketen mit kürzerer (500–1000 km) und mittlerer Reichweite (1000–5500 km) (doppelte Nulllösung) als auch deren Abschussvorrichtungen und Infrastruktur innerhalb von 3 Jahren vernichten und keine neuen herstellen.

Februar 1988           


Die "Kremlmauer" im Taucherwald
Foto: Igor Obraszow










Im Februar 1988 wurde als Konsequenz des Vertrages über die Vernichtung der Raketen mittlerer und kürzerer Reichweite (INF-Vertrag) mit dem Abzug der Raketeneinheiten aus der DDR und der Tschechoslowakei begonnen.

Am 25. Februar 1988 fand in Bischofswerda die Abzugszeremonie der 119. Raketenbrigade (auf den Zügen standen die Startrampen für die Vernichtung in einer Basis in Stankowo, Weißrussland) statt.

Im März (genauer am 19. März 1988) verließen die letzten Einheiten (der Raketenbrigade) die Garnison.
Die 119. Raketenbrigade wurde nach SakWo (Gombori in Georgien) verlegt.

April 1988 - Juni 1992    

Im Hintergrund das Mannschaftsgebäude Taucherwald
Foto: A. P.









wurde in die Garnison das 67. selbstständige Transportbatallion (Feldpostnummer 11618) der Brigade der materiellen Versorgung (Feldposnummer 05091, in Dresden) verlegt. Das Bataillon kam im April-Mai 1988 aus Zeithain. Der Taucherwald ("Granit") wurde für die Vorbereitung der Fahrer der Kategorie "E" verwendet. Im Mai-Juni 1992 begann der Abzug: auf Zügen nach Rostock, dann übers Meer in die UdSSR, nach Kamenka einem Leningrader Bezirk.

Mai 1992              

Der Taucherwald wird von der Sowjetarmee geräumt

14. Juni 1992

der letzte Tag der sowjetischen Garnison. (laut Fotos von Wolfgang Schmidt/SZ)


Laut dem Buch „42 Jahre Landkreis Bischofswerda 1952-1994“ wurden die Objekte Kaserne Bischofswerda und Taucherwald von einer kleinen verbliebenen Wachmannschaft im Februar 1993 der Bundesregierung übergeben.

bis 11. August 1993  

Verwaltung durch das Bundesvermögensamt Dresden

ab 12. August 1993  

Verwaltung durch den Freistaat Sachsen, Sächsische Landesbank Immobiliengesellschaft, als sogenanntes Sondervermögen

22.03.1994

Seit dem Abzug des Militärs im September 1992 wird die Kaserne durch das Bundesvermögensamt Dresden verwaltet und von einer Privatfirma bewacht. Eigentümer war bis zum 11. August 1993 der Bund. Ab dem Tag wurden die GUS-Liegenschaften per Gesetz den Ländern übertragen. Die Bischofswerdaer Kaserne gehört also momentan dem Freistaat Sachsen.
(SZ, „Einst Stätte der atomaren Raketen“ von Jürgen Mickisch)

15.12.1994 bis
14. Dezember 1995        

beginnt an der Bautzener Straße eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme (ABM)  "Substanzsicherung der ehemaligen GUS-Kaserne". Sie wird vom Verein Integrierte Abfallbeseitigung e. V. Bischofswerda durchgeführt. Es wurde entschrottet, entrümpelt und entkrautet. Außerdem galt es, Fenster und Türen wieder verschließbar zu machen.
Quelle: Sächsische Zeitung

16. April 1995         

wurde die Kaserne für die Öffentlichkeit zur Besichtigung freigegeben

20. November 1995 

erfolgte in Bautzen notariell die Rückübertragung des Taucherwaldes bei Uhyst an die Gemeinde Burkau.

1. Dezember 1995 bis 30.11.1996   

Arbeitsbeschaffungsmaßnahme (ABM) "Rekultivierung des Waldes" Abbau von Zäunen, das Begehbarmachen des 35.000  Quadratmeter großen Waldstückes und das Verfüllen von Schützengräben im Taucherwald

15. 12. 1995   bis 14.12.1996         

weitere Entschrottung der Gebäude, der Ausbau der Heizungsanlagen, der Abbau von Regalen sowie Aufräumungsarbeiten im Gelände der Kaserne

Jahreswechsel 1996/97        

Verwaltung durch Oberfinanzdirektion Chemnitz

Anfang August 1998

Kauf der Kaserne durch die Stadt Bischofswerda von der TLG, Kündigung des Mietverhältnisses mit dem Verein Integrierte Abfallbeseitigung e. V. Bischofswerda

27.10.1998              

Stadtrat beschließt die Aufstellung des Bebauungsplanes für ein "Gewerbegebiet Bischofswerda Nord 2" an der Bautzener Straße

09 - 12/2000            

"Goldener Löwe" wird baulich gesichert (29.08.2000,SZ,"Goldener Löwe" soll baulich gesichert werden“ von Ingolf Reinsch)

30.05.2002              

Der Abriss von Remisen und Mannschaftsgebäude über ABM und Firmen hat begonnen.

Ende Oktober 2002    

Baustopp wegen kontaminierten Stoffe

04.06.2003              

Von Februar bis Mitte Juli, sagte gestern der zuständige Rathausmitarbeiter Ulrich Schuster, soll das rund 40 Hektar große Areal beräumt sein. In dem Gewerbe- und Industriegebiet baut bereits das Straßenbauamt Bautzen für die Straßenmeisterei Bischofswerda.


Die Kosten für Rückübertragung, Rückkauf, Beplanung und Sanierung des Gewerbe- und Industriegebietes Nord 2 belaufen sich auf rund vier Millionen Mark. Die Stadt selbst hat davon nur zehn Prozent bezahlt. Alles andere ging über Fördermittel.

Juni 2006                 

Beginn der Verhandlungen mit Arise Technologies Corp. aus Canada, Region Ontario

Juli 2007                  

Verkauf einer Grundstücksfläche an Arise und Beginn der Bauarbeiten an der Solarfabrik

12. September 2007  

Wo ist die Platte aus Beton geblieben?
Foto: Inna Obraszowa










Grundsteinlegung für die Solarfabrik - Investiert werden bis Ende 2008 50 Millionen Euro
– 17 Millionen Euro in die Halle, und 13,5 bzw. 18,5 Millionen Euro in zwei Fertigungslinien.

17. April 2008         

Die erste Solarzelle wird produziert

06. Juni 2008            

In der Solarfabrik
Foto: privat


Einweihung der Solarfabrik von Arise

August 2010             

Return to Bischofswerda - An der Armsäule
Foto: C. S.








Ehemalige Angehörige der Sowjetarmee zu Besuch in Bischofswerda und im Taucherwald

31. Dezember 2011   

Die Solarfabrik stellt die Produktion ein.

November 2012 

Aus Anlass der Unterzeichnung des INF-Vertrages vor 25 Jahren haben wir ein Treffen in Deutschland organisiert. Das Treffen fand vom 2. bis 9.11.2012 mit Veranstaltungen in Berlin, Finowfurt, Bischofswerda, Schwäbisch Gmünd und Mutlangen statt. Organisiert wurde es vom Institut für transatlantische Sicherheit Berlin, dem Haus der Demokratie und Menschenrechte in Berlin und dem Luftfahrtmuseum Finowfurt. Unterstützt wurden sie vom Geschichtsverein Truppenübungsplatz Königsbrück e.V., dem Natur- und Heimatfreunde Burkau e.V., den Mayors for peace  (Bürgermeister für den Frieden), dem Heimatverein Waldstetten e.V. und der Friedenswerkstatt Mutlangen e.V. An diesem nahmen Beteiligte des "Kalten Krieges", Friedensaktivisten, Abrüstungsexperten und Zeitzeugen von damals aus den USA, Russland, Weißrussland, Holland und Deutschland teil.

Wir konnten am 05.11.2012 in Bischofswerda/Taucherwald den US-General a.D. Raymond E. Haddock, ehemaliger Kommandeur der Gmünder US-Garnison, Chef des Pershing-Kommandos und letzter Stadtkommandant im amerikanischen Sektor von Berlin, und Major Nikolai Andrejewitsch Skiba, Chef der 2454. Beweglichen Raketen-Technischen Basis (Sprengköpfe) u.a.m. begrüßen.














US-General a.D. Raymond E.
Haddock
, ehemaliger Kommandeur der Gmünder US-Garnison, Chef des Pershing-Kommandos und letzter Stadtkommandant im amerikanischen Sektor von Berlin, und Major Nikolai Andrejewitsch Skiba, Chef der 2454. Beweglichen Raketen-Technischen Basis vor dem Bunker Nr. 6 

Am früheren Sprengkopflager, dem Bunker Nr. 6, gaben sie sich die Hand. Zitat aus der SZ vom 7.11.: „Die Welt nimmt zwar keine Notiz von dem Handschlag, aber die beiden Väter sehen ihre Zusammenkunft durchaus als verspäteten symbolischen Akt. Sie sind Veteranen des Kalten Krieges und sagen heute beide wie aus einem Mund: „Wir waren jederzeit für alle Fälle vorbereitet. Aber was für ein Glück, dass wir nie Ernst machen mussten.“ 

An dieser Stelle ein besonders großes Dankeschön an Heidi und Karl Heinz John, sowie das gesamte Team vom Berggasthof „Butterberg“. Das besondere Ambiente des Berggasthofes beeindruckte unsere Gäste, besonders die Ausländischen. Das Essen hat wieder sehr gemundet. Danke für die sehr gute Zusammenarbeit während der Vorbereitung des Treffens und die Übernahme der Übernachtungskosten. Ich denke, wir haben uns gemeinsam und unsere Region gut der Welt präsentiert. Es gab nur positives von unseren Gästen zu lesen und zu hören.

Für diese großzügige Geste in friedensstiftender Mission sagen wir Danke.

Thomas Petzold

Ein Zeitdokument vom Ereignis



April 2013

Letzte Maschinen der Solarzellenproduktion werden aus der Halle geräumt.




Herbst 2013

Das Gelände wird von der B & W Handelsgesellschaft mbH aus Kamenz gekauft.

 

Rundgang durch den Taucherwald   

Im Januar 2013 wurde ein Film des mdr über die Atomraketen im Taucherwald ausgestrahlt, an dem wir Natur- und Heimatfreunde mitarbeiten durften. 

  Im September 2016 erschien dieses Buch:

Tarnname Kolybel Geschichtsverein Königsbrück

 

 Tarnname „KOLYBEL“            

Sowjetische Atomraketen in der Oberlausitz                

Geschichtsverein Truppenübungsplatz Königsbrück e.V.

200 Seiten, Format 23x22 cm, 124 Abbildungen, Hardcover, 1.Auflage 2016 im Eigenverlag

Als Antwort auf die Ende 1983 beginnende Zuführung neuer US-amerikanischer Mittelstreckenraketen auf dem Gebiet Westeuropas erfolgte durch die Sowjetarmee die Stationierung operativ-taktischer Raketenkomplexe größerer Reichweite in der DDR und der ČSSR.

Einer der insgesamt drei Stationierungsorte war dabei die Oberlausitz. Für knapp vier Jahre waren ab dem Frühjahr 1984 die 119. Raketenbrigade und die 2454. Bewegliche Raketentechnische Basis in Königsbrück und Bischofswerda stationiert.

Ausgestattet mit dem nuklearen Raketenkomplex SS-12 sollten sie durch ihre Anwesenheit helfen, das Kräftegleichgewicht zwischen NATO und Warschauer Pakt zu wahren.

Das vorliegende Buch versucht erstmalig einen vollständigen Überblick über die Stationierung dieser sowjetischen Kernwaffeneinsatzmittel im Raum Königsbrück/Bischofswerda zu geben. Dafür wurden mehrere tausend Seiten Geheimdienstberichte und Archivunterlagen gesichtet und ausgewertet. Durch den Kontakt zu vielen ehemaligen sowjetischen Raketensoldaten war es möglich, bisher unbekannte Aspekte offenzulegen, die militärischen Strukturen zu rekonstruieren sowie eine Übersicht über die oftmals abgerissenen
Raketenobjekte zu geben. Zum ersten Mal kann nun auf die geheime Lagerung, die Logistik und internen Prozeduren zur Anwendung der Raketen sowie der nuklearen Gefechtsköpfe eingegangen werden.

Über 100 Fotos und Grafiken sowie Interviews mit Zeitzeugen zeigen eine bisher unbekannte Seite dieses Kapitels der Zeitgeschichte.